BEST WESTERN PLUS Hotel Waldschlösschen Prerow
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Die Chronik des Hauses

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Das Haus wurde von einem Berliner Bankier in den Jahren 1890/91 im englischen Landhausstil erbaut. Es war damals die erste „Villa“ in Prerow. Nach dem Tode des Erbauers im Jahre 1892 wurde das Haus von dem Berliner Hofschuhmachermeister Wilhelm Breitsprecher erworben.

W. Breitsprecher war in den Gründerjahren als einfacher Handwerksmeister nach Berlin gekommen und hatte den größten und angesehensten Maßschuhbetrieb Dt. aufgebaut. Zu seinen Kunden zählten Reichskanzler Otto v. Bismarck (dessen berühmte Stulpenstiefel er fertigte) und Kaiser Wilhelm II.  Das Geschäftshaus mit Werkstatt, Lagerräumen und Mietbüros befand sich im Zentrum Berlins, Neue Wilhelmstraße, Ecke Unter den Linden, unweit des Reichstages, der Reichskanzlei und des Schlosses.

Wilhelm Breitsprecher besaß als Erbin seines beträchtlichen Vermögens nur eine Tochter, Anna mit Namen, eine der besten „Partien“ Berlins. Der Vater bestimmte, dass nur ein Schuhmacher, der den Betrieb übernehmen konnte, um Annas Hand anhalten durfte. Der Auserkorene, Gustav Jaenecke, entstammte zwar ebenfalls einer Handwerkerfamilie (sein Vater war Berliner Hoftischlermeister), aber er war von Beruf Bankkaufmann. Der alte Breitsprecher bestand jedoch auf seiner Bedingung, und so legte der Bankkaufmann Gustav Jaenecke die Meisterprüfung als Maßschuhmacher ab - eine Geschichte, die zur Altberliner Chronik gehört.

Mit der Heirat von Anna Breitsprecher und Gustav Jaenecke wurde das Waldschloß in Prerow Sommersitz und Ferienhaus der schnell wachsenden Familie und ihrer Freunde.

Anna Breitsprecher-Jaenecke gebar vier Kinder, drei Söhne und eine Tochter. Der älteste Sohn, Wilhelm Jaenecke, später Landrat in Zeitz (Sachsen) und Uslar (Hannover), heiratete die Tochter des Reichspräsidenten Friedrich Ebert, Amalie Ebert, die nach der Geburt von zwei Söhnen in jungen Jahren starb. W. Jaenecke wurde nach der Machtübernahme der Nazis aus dem Beamtenstand entfernt und erhielt Berufsverbot. Er lebte später in Prerow in einer Kate und widmete sich der Schriftstellerei. Sein Häuschen in den Schmidebergen war während des Krieges Zentrum eines antinazistischen Freundeskreises in Prerow, zu dem auch der Maler Schäfer-Ast gehörte. Nach dem Krieg wanderte Wilhelm Jaenecke nach Argentinien aus.

1995 wurde das gesamte Grundstück mit den darauf befindlichen Gebäuden von der Familie Jahncke aus Ludwigslust gekauft, das sich im sehr maroden Zustand befand: durch viele Investitionen, Arbeit und vor allem durch Liebe zum Detail entstand im Mai 1996 ein komfortables familiengeführtes Hotel, welches aus drei Gebäuden besteht. In unterschiedlichen Kategorien eingeteilt, befinden sich im Haupt-, Alten und Neuen Gartenhaus Doppelzimmer, Juniorsuiten und Suiten.

Im Haupthaus wurde 2011 die Kategorie Waldschlösschen-Suite nachgerüstet und um ein feines Restaurant CP1 mit Showküche und Probierladen zum Verkauf regionaler Produkte erweitert. Michael Jahncke, Besitzer und gleichzeitig Küchenchef arbeitet fast ausschließlich mit frischen aus der Region bezogenen Produkten.

Weiterhin trägt der Wellnessbereich WALDSPA mit einem Innenpool, einer Saunalandschaft, Fitness- und Ruheraum sowie Kosmetik- und Massageabteilung zur Erholung bei. Ein beheizter Außenpool mit regulierbarem Dach und wechselndem Farbspiel entstand 2012.  

Im Januar 2015 ist das Hotel Waldschlösschen der Kooperation Best Western Hotel & Resorts Central Europe beigetreten und ist mit der Kategorie Best Western Plus zertifiziert wurden.

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